Nehmt einander an

Das Wort zum Sonntag - 28.02.2015

Nehmt einander an„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Römer 15,7. So lautet die Jahreslosung 2015 für uns Christen, die uns täglich begleiten kann. Besonders in der Fastenzeit.

Aber können wir das so leicht, wie es klingt? Müssen wir nicht tief davon überzeugt sein, dass Jesus Christus uns wirklich angenommen hat? Wenn er uns aber angenommen hat, ist dann nicht die Folge, dass wir ihm unser Leben anvertrauen und uns entscheiden nach seinen Maßstäben leben zu lernen? Sein Heiliger Geist wirkt dann in unseren Herzen und Gedanken. Er schenkt uns auch die Kraft Hindernisse zu überwinden, wenn wir ihn darum bitten. Mit ihm können wir immer „online“ sein.

In unserer Welt, in der eine schlechte Nachricht der nächsten folgt, ist es gut zu wissen, das Gott uns persönlich hält. Wie sehr dieser Glaube immer mehr verloren geht, stelle ich in vielen Gesprächen fest. Wissen wir Christen, was in der Bibel steht, und die Moslems, kennen die ihren Koran?

Not lehrt beten, so habe ich es auf meinen Reisen auch in muslimische Länder häufig erlebt. Nachdem Vertrauen und gegenseitige Achtung entstanden waren, erzählte ein junger Moslem mir zum Beispiel seine traurige Lebensgeschichte. Getrennt von seiner Frau und seinem fünfjährigen Sohn war er ziemlich ratlos.

Wir unterhielten uns in Englisch. Obwohl unser beider Wortschatz nicht sehr groß war, konnten wir uns recht gut verständigen. Ich sagte ihm, unter anderem, dass eine Beziehung gemeinsame Zeit braucht und auch Arbeit bedeutet. Außerdem sei für mich als Christin immer wieder Liebe und Vergebung nötig, die Jesus mir, aber auch ihm schenken könnte. Er hörte mir aufmerksam zu. Am Ende des Gespräches fragte ich ihn, ob ich für ihn und seine Anliegen beten dürfe. Dem stimmte er gerne zu. Er verabschiedete sich dankbar und erleichtert.

Ich bin davon überzeugt, dass Gott Gebete hört und zu seiner Zeit auch erhört, wenn sie seinem Willen entsprechen. Das habe ich schon mehrfach erlebt.

Von wem lassen wir unser Leben bestimmen? Wie erschreckend sind manche Nachrichten? In der Bibel steht nicht nur die beste Botschaft der Welt und die wunderbare Jahreslosung, sondern auch Hinweise für schwierige Situationen. Ein Beispiel finden wir in Lukas 21, 26 - 28.
Wenn die Menschen vor Furcht vergehen..: „Dann seht auf
(Jesus) und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“

In diesem Glauben und in dem Vertrauen auf Jesus lässt es sich auch in schweren Zeiten gelassener leben.