Unruhen um uns herum - was aber können wir Christen tun?

Das Wort zum Sonntag - 19.10.2014

Unruhen um uns herum - was aber können wir Christen tun?In den Sprüchen der Bibel steht im Kapitel 18 Vers 17: „Ein jeder hat zuerst in seiner Sache recht; kommt aber der andere zu Wort, so findet sich`s.“

Nehmen wir uns noch die Zeit richtig hinzu hören? Lassen wir den anderen noch zu Wort kommen? Wo können wir ehrliche Kommunikation lernen? Ist es denn immer sinnvoll die Wahrheit zu sagen? Brauchen wir dazu nicht Menschen unseres Vertrauens? Fühlen sich einige nicht manchmal sofort diskriminiert?

Schon in der kleinsten Gemeinschaft in Ehe und Familie gibt es so viele Missverständnisse. Wir sind unterschiedlich geprägt, haben andere Sichtweisen und reagieren auf Grund unseres Temperamentes oft anders, als unser Gesprächspartner es erwartet. Wir können andere ermutigen und erfreuen, aber auch verletzen, ohne es zu bemerken. Meine Erfahrung ist, dass mehrfach verletzte Personen, auch verletzend reagieren. Verstandene Menschen bringen mehr Verständnis auf.

Die Welt rückt immer mehr zusammen. Ist es schon schwer genug, sich in den eigenen Familien gut zu verstehen, wie viel mehr Weisheit brauchen wir um mit den unterschiedlichen Kulturen umzugehen.

 Was glauben wir? Sind wir christlich geprägt? Spielt unser Glaube im Alltag überhaupt eine Rolle und ist er für uns eher ein Hindernis, als eine Hilfe? „ Denn das Wort vom Kreuz ist für  Christen eine Gotteskraft, für die anderen ist es eine Torheit.“ (1.Kor. 1,18) Respektieren wir andere Religionen oder packen wir alle in eine Schublade? Im zwischenmenschlichen Bereich gibt es so viele Facetten.

So erleben wir zurzeit, dass sogar junge Menschen sich radikalen Gruppen anschließen. Die unterschiedlichen Medien berichten täglich von abscheulichen Verbrechen. Was aber können wir als Christen tun? Wie begegnen wir jungen Leuten, die manchmal keinen Sinn in ihrem Leben sehen? Wir sind leider weit entfernt von einer gewaltfreien Konfliktlösung. Viele Christen beten für Frieden, für die Flüchtlinge, für die Politiker und alle Friedensverhandlungen in unserer Welt und etliches mehr.

Als Rechtsstaat brauchen wir auch Schutz, wenn Terror und Gewalt überhand nehmen. Wer zur Waffe greift wird schuldig, wer nicht eingreift, wird auch schuldig. Frieden und Gerechtigkeit wird es in unserer Welt nicht geben. Das Friedensreich wird Gott selbst zu seiner Zeit errichten, wie er es uns verheißen hat. Bis dahin dürfen wir täglich bewusst in seiner Gegenwart leben und die Worte aus dem 1. Petrusbrief Kapitel 5, Vers 7. praktizieren: „ Alle Eure Sorgen werfet auf IHN, denn er sorgt für Euch.“ So können wir trotz aller Unruhen um uns herum, inneren Frieden haben und uns auf den ewigen Frieden bei Jesus freuen.

Zweifel

Das Wort zum Sonntag - 22.2.2014

Zweifel„Es ist eine tragische Tatsache, dass viele Christen praktische Atheisten sind. Sie bekennen zwar ihren Glauben an Gott, handeln aber so, als existiere er überhaupt nicht, oder als sei er nicht bereit zu helfen Alle Schätze Gottes stehen ihnen zur Verfügung, und dennoch leben sie in selbstauferlegter geistlicher Armut auf einer Berg-und-Tal-Bahn der Gefühle.“ Diese Aussage machte der inzwischen verstorbene Bill Bright. Er war der Gründer und Leiter der internationalen Bewegung Campus für Christus.

Wer von uns Christen kann diese Worte nicht auch bestätigen?  Leben wir nicht manchmal zwischen Zweifel und Glaube?

In Jesus von Nazareth begegnen wir der bedeutsamsten Persönlichkeit aller Zeiten. Wir leben z. B. im Jahre 2014 nach Christus. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte hat niemand das Leben zahlloser Menschen so einschneidend zum Guten hin verändert wie Jesus.

Welchen Einfluss hat Jesus heute noch auf unser Leben? Reicht es uns ihn als historische Person zu betrachten? In vielen Gesprächen erfahre ich, dass die meisten Menschen an irgendetwas glauben. Manche nennen es auch Gott.

Im Urlaub an einer Bar entwickelte sich mit drei jüngeren Personen ein Gespräch über Persönliches, Politisches und natürlich auch über den Glauben. Sie kamen alle aus Bayern und sind katholisch. Der junge Mann holte seinen Rosenkranz aus der Hosentasche mit der Aussage: „Den habe ich immer bei mir, der Chef bestimmt mein Leben und jetzt gehe ich eine Rauchen.“

So kam ich mit dem Ehepaar näher ins Gespräch. Enttäuschungen über Menschen und Kirche blieben nicht aus. Aber wo gibt es die nicht. Doch an Jesus Christus glaubten sie. Als ich sie fragte, ob sie auch wissen, dass sie durch Jesus die Ewigkeit bei Gott verbringen können, antworteten sie beide mit „nein“. Da sie es gerne wollten, betete ich für sie. Anschließend konnten wir uns noch über Zweifel und Glaubensgewissheit austauschen.

Um Jesus persönlich kennen zu lernen, ist es wichtig, dass wir unser Vertrauen ganz auf „IHN“ setzen, denn er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Von all unserer Schuld, unseren Ängsten und Sorgen können  wir frei werden, wenn wir sie ihm sagen und seine Worte als Wahrheit verinnerlichen. Gottes Geist gibt uns dann die Gewissheit, dass wir seine Kinder sind. So können wir alle seine „Schätze“ wie z.B. Vergebung, Liebe, Freude und Friede für unser Leben nutzen. Immer wenn wir auf Jesus sehen und seine Worte beherzigen, werden wir verwandelt in sein Bild. Diese Erfahrung vom Zweifel hin zur klaren Glaubensgewissheit, wünsche ich allen Lesern. „Denn Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, die Jesus heißt.“ (1. Timotheus 2.4.)

Segen

Das Wort zum Sonntag - 29.1.2011

SegenFür das Jahr 2011 wünschen wir Christen uns natürlich nicht nur alles Gute und Gesundheit, sondern ganz besonders Gottes Segen. Aber was bedeutet für uns Segen ganz praktisch und konkret? Manchmal hören wir Aussagen wie: „Was für ein Segen! Der hatte aber einen Schutzengel! Da habe ich noch einmal Glück gehabt? Was ist denn nun ein Segen? Fängt das nicht schon mit ganz kleinen Dingen im Alltag an?

Kann nicht schon ein freundliches Lächeln oder ein ermutigendes Wort ein Segen sein? Was erfahren wir zum Beispiel nicht als Segen? Wir werden nicht angesehen, übersehen man würdigt uns keines Blickes oder nur eines strafenden Blickes. Was bedeutet eigentlich Segen oder segnen?

Segnen kommt von signare, signieren heißt mit einem Zeichen versehen. Gott hat uns viele Zeichen gegeben, die wir in der Bibel nachlesen können. Als Isaak seinen Sohn Jakob segnete, gehörten eine Umarmung und ein Kuss dazu. Im Alten Testament spielte das symbolische Bild des Handauflegens eine wichtige Rolle. Diese Berührung war ein anschauliches Bild für die Übertragung von Macht oder Segen von einer Person auf die andere.

Welche Bedeutung Berührungen auch für Kinder haben, zeigt sich an folgendem Beispiel: Bei der Verabschiedung von Kindern und Eltern stand ich meistens am Tor des Kindergartens, den ich viele Jahre leitete. Ein Fünfjähriger gab mir jeden Mittag zum Abschied einen Kuss. Einmal sagte er zu seinem Vater, der ihn abholen wollte: "Ich habe mich noch  gar nicht von Frau Huneke verabschiedet." "Das ist doch nicht so schlimm,” meinte der Vater. „Doch," sagte er: „Die riecht immer so gut.”

Andere Kinder lehnten sich einfach bei mir an, wenn ich mich mit den Eltern unterhielt. Dann strich ich ihnen über die Haare oder ihre Wange und sie fühlten sich wohl dabei.

Gesprochene Worte haben eine große Macht. Viele Jahre leiden Kinder unter den Aussagen ihrer Eltern, die gesagt haben: "Aus dir wird nie etwas! Du kannst ja gar nichts!" So macht sich Minderwertigkeit breit. ln Jesaja 43,4 sagt Gott zu uns: "Du bist wertvoll." Einmal sagte ich im Vorübergehen zu ein paar Kindern, die gemeinsam bauten: „Na, ihr Schätze!" Sie kicherten, freuten sich und fragten: "Sind wir mehr als Gold und Silber?" Ich bestätigte: "Viel mehr!"
Ein Segen soll uns auf eine hoffnungsvolle Zukunft hinweisen, die wir bei Gott finden können. Das "Gebet des Jabez" aus 1. Chronik 4,10 lautet: "Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern."

Dieses Gebet kann auch unser persönliches Gebet werden. So können wir in allen Begegnungen unserem Gegenüber Gutes wünschen und zusprechen. Da wo wir die Freiheit haben dürfen wir uns auch im Namen von Jesus gegenseitig segnen.

Zum Jahresbeginn freue ich mich immer wieder über den Besuch der Sternsinger, die nicht nur Segenslieder singen, sondern auch "Christus segne dieses Haus" an die Tür schreiben. Außerdem schenken sie durch ihre Sammlung Kindern in Krisengebieten unserer Welt einen finanziellen Segen. Wir können uns und andere täglich unter Gottes Schutz und Segen stellen.

Ticket zum Himmel

Das Wort zum Sonntag - 04.2.2012

Ticket zum HimmelWie bekomme ich ein Ticket zum Himmel?

„Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind..." heißt ein Karnevalsschlager. Sind wir wirklich alle so brav? Ich kann das von mir jedenfalls nicht immer sagen. Wo fängt brav sein an und wie sieht es praktisch aus? Was sind Notlügen und Übertreibungen? Wer klärt Missverständnisse auf? Auch in Familien und Nachbarschaften gibt es „Kriegszustände", die zu Hass und Gemeinheiten führen.Wie sieht es zum Beispiel mit den 10 Geboten aus? Nehmen wir das fünfte: „Du sollst nicht töten"? Trotz Aufklärung und Verhütungsmöglichkeiten werden täglich unzählige Kinder abgetrieben. Es ist zwar grundsätzlich rechtswidrig, aber durch die Vorlage eines Beratungsscheines wird die Tötung straffrei und die Abtreibung zum festen Bestandteil der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wer nimmt das noch als Verbrechen wahr? Frauen haben danach häufig Schuldgefühle oder fallen in Depressionen. Aber Gott hat uns die Gebote zu unserem Schutz gegeben.

Doch der Zeitpunkt der Schwangerschaft scheint häufig nicht der richtige zu sein. So gefiel es auch Josef in biblischen Zeiten nicht, als Maria mit Jesus schwanger wurde. Die Umstände waren für ihn so unerträglich, dass er sie am liebsten heimlich verlassen hätte, doch ein Engel wies ihm den richtigen Weg.
Vieles in unserer Welt können wir nicht verstehen. Warum mutet Gott uns so manches zu? Aber es gibt ja die eine frohe Botschaft, dass Gott zu uns als Kind in der Krippe kommt. Obwohl im Koran steht, dass Allah keinen Sohn hat, wird er mit dem Gott der Bibel gleichgestellt. Viele Fragen bleiben offen. Manches werden wir erst in der Ewigkeit erfahren.

Gott liebt uns, darum sandte er Jesus. Er ist barmherzig, darum sagte er später zu der Ehebrecherin, die die Pharisäer verurteilen wollten: „Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein". Aber keiner wagte es. Durch unsere Sünde sind wir von Gott getrennt. Aber Jesus kam, um diese Trennung zu beenden und uns von a l l e r Schuld zu befreien, wenn wir ihn darum bitten.
Wir können persönlich erfahren, dass die Worte Jesu wahr sind. Im Johannesevangelium macht Jesus viele Aussagen über sich selbst. Entweder ist es die Wahrheit oder er spinnt. Ich habe ein „Ticket zum Himmel" mit seinen Worten erstellt: „Ich bin der Weg und die Tür zum himmlischen Vater, Jesus sagt es – Ich glaube es –persönliche Unterschrift". Diese Tickets verschenke ich gern, wenn Offenheit und Freiheit dazu besteht. Denn jeder denkt irgendwann über sein Leben nach und fragt sich: „ Woher komme ich, wozu lebe ich und wo gehe ich hin?"

Manchmal gibt es durch das Ticket ein Schmunzeln oder ein gutes Gespräch. Nur selten erfahre ich Ablehnung oder Desinteresse.
Als Christen haben wir nichts zu verlieren, sondern alles zu gewinnen bis in Ewigkeit. Mein ganzes Vertrauen setze ich darum auf Jesus, weil ich ihn als Wahrheit immer wieder erfahre. Er ist meine Kraftquelle und Lebensfreude.

Familie

Das Wort zum Sonntag - 26.1.2013

FamilieWeihnachten liegt hinter uns. Für viele Menschen ist es inzwischen nur noch ein Familienfest. Man trifft sich und freut sich auf die gemeinsame Zeit. Traditionen haben etwas Gutes. Aber Christsein sollte auch lebendig sein, täglich erlebbar und erfahrbar.

Familie bleibt lebendig, wenn wir in guten Beziehungen zu einander stehen und uns Zeit für einander nehmen.

In dem Kindergarten, den ich viele Jahre leitete, erlebte ich Folgendes: „Die 5jährige Katrin fragte mich: „Du Frau Huneke, weißt Du schon, dass ich den Mathias heirate?“ „Nein, das hast du mir noch nicht erzählt..“ Ja, ich heirate den Mathias,“ sagte sie.  „Was gefällt dir denn an Mathias am besten?“ Sie: „Am meisten liebe ich seine Stimme.“ Und du, was gefällt dir an Katrin?“ Er: „Alles.“ Ich fragte weiter: „Wie ist das denn gekommen, dass ihr heiraten wollt? Wer hat denn wen gefragt?“ „Ja,“ sagte Katrin, „das war draußen,“ und er: „Ein Glück war keiner dabei.“ Sie: „Zuerst habe ich ihm ein Küsschen gegeben und dann habe ich ihn gefragt.“ Er: „Und dann habe ich na gut gesagt.“

An dieser kleinen Szene kann man vermuten, dass diese beiden Kinder aus intakten Familien kommen. Sie haben beide Vorbilder. Das Mädchen orientiert sich an der Mutter und der Junge am Vater. Sie sagt klar, was sie an ihm schätzt. Er einfach alles.

Gott hat uns als sein Gegenüber als Mann und Frau geschaffen. Wir sind gleichwertig, aber andersartig. Gender Mainstreaming (Geschlecht–Hauptströmung) die Bedeutung des Begriffes sorgt  weltweit für Verwirrung. Man spricht unter anderem davon, dass Geschlechterrollen erlernt und damit veränderbar sind. (Und Homosexualität?) Der Journalist Volker Zastrow nannte das Konzept des Gender Mainstreaming in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine „politische Geschlechtsumwandlung.“

Wo soll das hinführen, wenn bei „hart aber fair“ die Journalistin Birgit Kelle zunächst als Hexe bezeichnet wird, weil sie sich gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare gewandt hat?  Gilt Meinungsfreiheit nicht für uns alle? Sie sagte: „Jedes Kind hat das Recht auf die Erfahrung einen Vater und eine Mutter zu haben.“  Außerdem äußerte sie sich zu möglichen negativen Folgen.

In Frankreich wird diskutiert, ob die Bezeichnung Vater und Mutter im Bürgerlichen Gesetzbuch nicht durch Eltern 1 und 2 ersetzt wird, falls gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren.

Was vor allem Kleinkinder dringend brauchen ist Liebe, Geborgenheit, Haut- und Körperkontakt. Das bekommen sie bei der Mutter, möglichst beim Stillen. Nirgendwo erfahren sie in den ersten Lebensjahren mehr Zuwendung als in einer Familie. Es gehört heute viel Mut und finanzielle Genügsamkeit dazu sich für die Mutterrolle als Berufung zu entscheiden.