Gesprachsforum Leben + Glauben: Dr. Dietrich Schindler als Referent

Seit 1986 finden im Rahmen des Gesprächsforums Leben + Glauben mehrmals im Jahr vielbeachtete Vorträge über interessante Themen mit namhaften Referenten/innen im Kulturhaus statt.
Lüdenscheid 28.5.2015 - Ingrid Weiland

Dr. Dietrich Schindl

In diesem Jahr hat das Gesprächsforum Leben + Glauben außerdem zusammen mit der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der Freien evangelischen Gemeinde, sowie die evangelischen Kirchengemeinden Oberrahmede und Brügge-Lösenbach zu zwei Workshop-Abenden in die Friedenskirche an der Berliner Straße 14 eingeladen. Das Gesamtthema lautete: „Wie rede ich verständlich über meinen Glauben?“ Referent war der Dozent, Konferenzredner und Autor Dr. Dietrich Schindler, der von 2007 – 2013 die Inland – Mission im Bund Freier evangelischer Gemeinden geleitet hat und durch seine Gemeindegründungen bekannt geworden ist.

Am Dienstag, den 19. Mai lautete das Thema: „Jesus ins Gespräch bringen, woll?“ und am Mittwoch, den 20. Mai: „Mit Jesus in Verbindung bringen, aber wie?“

Die Friedenskirche, in der Gemeindepastor Andreas Stawinsky die Teilnehmer willkommen hieß, war an beiden Abenden vollbesetzt. Der Referent stellte sich im Gespräch mit Irmtraut Huneke zunächst allen vor, bevor er zum Thema überging. Gestützt auf eigene Erfahrungen und mit Hilfe seines Buches: “Das Jesus-Modell“ regte er seine Hörerinnen und Hörer dazu an, ein offenes Ohr für die Menschen in ihrem Umfeld zu haben, für sie da zu sein und mit ihnen – etwa im Zusammenhang mit überwundenen Krisen – über den christlichen Glauben zu sprechen. Fragen zur persönlichen Reife und zur Förderung des geistlichen Wachstums, mit denen man sich anhand von schriftlichem Material in Kleingruppen beschäftigte, trugen dazu bei, den Ablauf der Abende abwechslungsreich zu gestalten.

 

Irmtraut Huneke und Richard Aidoo: Ticket zum Himmel

Ein Buch über Vergebung
Lüdenscheid 5.4.2013 - Ingrid Weiland

engagierte_christin

Eigentlich sollte Irmtraut Huneke nur ein Vorwort zu Pastor Richard Aidoos Schrift „Erfülltes Leben durch Vergebung“ schreiben. Schließlich ist daraus eine ganze Buchhälfte entstanden: Die „zwei Bücher in einem“ sind unter dem Titel „Ticket zum Himmel – Leben mit Vergebung, Liebe und Freude“ von der New Life Church Düsseldorf herausgebracht worden.

Den Anstoß zu dem Gemeinschaftswerk gab ein Wort, das einst Jesus Christus an Petrus richtete: „Stecke dein Schwert weg! Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt umkommen.“ Es bildet die Grundlage für ein Bibelgespräch, das Irmtraut Huneke und ihr Ehemann Martin kurz vor dessen Tod am 4. Dezember 2009 mit Richard Aidoo führten. Seitdem war der aus Ghana stammende Pastor von dem Wunsch beseelt, ein Buch zu schreiben, das Gott dazu benutzen möge, „Unversöhnlichkeit und Bitterkeit aus unseren Herzen zu vertreiben, damit wir frei für Vergebung, Liebe und Freude leben können.“

Aidoo gehört seit 2012 als erster Afrikaner dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz an und ist bundesweit ein gefragter Redner. Seinem Buchteil hat Richard Aidoo das Jesus-Wort „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ vorangestellt. Danach beschreibt er detailliert, wie man es seiner Meinung nach schaffen kann, „frei von Bitterkeit und Unversöhnlichkeit zu leben“. Es geht ihm um den Umgang mit Verletzungen, mit dem Richtgeist, der „den Splitter aus dem Auge des anderen ziehen will, aber den Balken im eigenen Auge nicht sieht“, um die Schuldvergebung und vor allem um die Liebe und Barmherzigkeit Gottes.

Anhand von Beispielen aus der Bibel zeigt er auf, wie Jesus Christus vergibt und heilt. Einige seiner Kernaussagen lauten: „Vergebung zu empfangen, macht frei. Anderen zu vergeben, macht auch frei“ und „Gott hasst die Sünde, denn er liebt die Sünder“. Seinen eigenen Ausführungen hat Aidoo einen Erfahrungsbericht einer zutiefst verletzten und missbrauchten Südafrikanerin beigefügt, der es nach einem langwierigen Heilungsprozess gelang, ihren Peinigern zu verzeihen.

Irmtraut Huneke hat ihrem Buchteil die gemeinsamen Jahre mit ihrem Ehemann Martin, seine Leidensgeschichte und Erfahrungen aus der Zeit nach seinem Tod nachgezeichnet. Sie hat Vieles niedergeschrieben, was für andere Menschen in ähnlichen Situationen hilfreich sein könnte. Ergänzt wurde dieser autobiographische Teil durch Berichte aus der Lokalpresse und die „Worte zum Sonntag“, die Irmtraut Huneke zweimal im Jahr für die Lüdenscheider Nachrichten geschrieben hat. „Solange ich lebe“, so erklärt sie, „ist es mein größter Wunsch, bewusst in Gottes Gegenwart zu leben, seine Liebe und Vergebung zu erfahren und an möglichst viele weitertzugeben“.

 

Engagierte Christin

Irmtraut Huneke vollendet 70. Lebensjahr - Lange Jahre Leiterin eines Kindergartens
Lüdenscheid 14.6.2011 - Ingrid Weiland

engagierte_christin

Zusammen mit ihren beiden Töchtern, vier Enkeln und weiteren Angehörigen, vielen Freunden und Weggefährten feiert lrmtraut Huneke heute die Vollendung ihres 70. Lebensjahres. Vor genau zehn Jahren ist sie nach mehr als 30 - jährigem Dienst aus ihrem Amt als Leiterin des evangelischen Eva von Tiele Winckler -  Kindergarten (heute: Kindergarten Friesenstraße) ausgeschieden, in dem es ihr stets ein besonderes Anliegen war, Kindern und Eltern christliche Grundwerte von Liebe und  Vergebung zu vermitteln. 

Bereits während ihrer Tätigkeit im Kindergarten hat sie etliche andere Aufgaben übernommen: 25 Jahre war sie Vorsitzende des Synodalen Kindergartenausschusses. Sie gehörte dem Trägerkreis von "Brennpunkt  Erziehung" an, war viele Jahre Schöffin beim Amtsgericht und legte den Grundstein zu den "Frühstückstreffen für Frauen" in Lüdenscheid, die mit großen Zusammenkünften im Kulturhaus gestartet wurden und von dort aus ihren Weg in die Gemeinden fanden.

Seit Jahren richtet sie im Auftrag der Evangelischen Allianz Lüdenscheid während der Allianz - Gebetswochen ein Gebetsfrühstück mit Kinderprogramm aus. lhr Engagement gilt außerdem seit langem dem "Forum für Christen in der Wirtschaft" und der Vorstandsarbeit für "Hour of Power", einem Fernsehprogramm mit christlicher Ausrichtung. 

Inzwischen ist sie auch als Autorin von drei Büchern hervorgetreten: "ln unserem Kindergarten hat Gott bei mir angefangen", "Neues entdecken ein Leben lang - einer barucht den andern" und "Familienzentren - wo sich kleine und große Persönlichkeiten begegnen."

Bis zu seinem Tod im Dezember 2009 hat ihr Ehemann Martin ihre Aktivitäten unterstützt. Zusammen mit ihm leitete sie das "Gesprächsforum Leben und Glauben" in Lüdenscheid, dessen Vorstand in Deutschland sie angehört. Im Rahmen dieser Gesprächsforen halten namhafte Referenten mehrmals im Jahr vielbeachtete Vorträge über interessante Themen im Kulturhaus.

Ebenfalls mit ihrem Ehemann gemeinsam leitete Irmtraut Huneke viele Gemeinde -, Eltern - und Eheseminare, in denen sie viele Ehepaare und Familien seelsorgerlich und freundschaftlich begleitet haben.

Vor zehn Jahren war sie sich sicher, dass ihr großes ehrenamtliches Engagement sie nach ihrem Ausscheiden aus der Kindergartenleitung noch gehörig "auf Trab" halten werde. Tatsächlich hat sie seitdem noch zahlreiche weitere ehrenamtliche Aktivitäten entwickelt, so zum Beispiel im "Lokalen Bündnis für Familie", in dessen Namen sie die Neugeborenenempfänge der Stadt mit ins Leben gerufen hat. Die Kontakte, die dabei geknüpft wurden, werden in Nachtreffen vertieft, von denen das nächste am 12. Juli um 10.30 Uhr im Kinderbetreuungsraum am Rathauseingang stattfindet.

Sie macht sich zusammen mit anderen Ehrenamtlichen für die Instandsetzung von Spielplätzen stark, leitet in der Christuskirchengemeinde einen Bibelgesprächskreis und engagiert sich auch als Witwe noch für die Ehe- und Familienarbeit. lm Herbst lädt sie zum Beispiel zu einem Eheseminar ein. lhre Gratulationen zu ihrem 70. Geburtstag werden gewiss viele mit dem Wunsch verbinden, dass ihr die Kraft für alle ihre Aktivitäten möglichst lange erhalten bleiben möge.

Bedeutung der Familie als Thema

Irmtraut Huneke stellt Buch im Bürgerforum des Rathauses vor
Lüdenscheid  18.12.2008 - von Monika-Marie Finke

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LÜDENSCHEID Schon der Umschlag, des neuen Buches von Irmtraut Huneke spricht Bände. In warmen Farben gehalten, mit sinnbildliche Bedeutung in den Fotos". „Familienzentren - wo sich kleine und große Persönlichkeiten begegnen“ heißt das Werk, das sie jetzt im Bürgerforum des Rathauses vorstellte. 14 bekannte Persönlichkeiten, die neben Irmtraut Huneke in dem Buch über die Bedeutung ihrer eigenen Familie schreiben, haben es zu einem Paket aus unterschiedlichen Lebenserfahrungen gemacht. Familie nicht nur als Wort zu sehen, sondern den Begriff mit Inhalten zu füllen, ist das Ziel der Arbeitsgruppe „Familie intern“, der auch Irmtraut Huneke angehört. „Uns ist es wichtig, Werte zu vermitteln, die das Leben erleichtern", · sagt sie. „Nach dem ersten Neugeborenenempfang im April dieses Jahres entwickelte sich in mir der Gedanke, ein Buch über lebensgeschichtliche, ermutigende Erfahrungen entstehen zu lassen.“

Im Buch kommen Frauen aus „Familie intern“ sowie Persönlichkeiten der Stadt Lüdenscheid, aus Deutschland und Amerika mit ihren eigenen Familienerfahrungen zu Wort.

Für Bürgermeister Dieter Dzewas ist die Familie eine „Ebene des absoluten Vertrauens“. Sozialdezernent Dr. Wolfgang Schröder sieht in ihr Ursprung, Mittelpunkt und Ende des sozialen Lebens. Einen Ort des Geborgenseins findet Superintendent Klaus Majoress in der Familie. Für Bankkauffrau Andrea Griiger ist sie „ein großes Wort - schwer zu beschreiben, doch toll zu erleben".

Irmtraut Huneke behandelt in ihrem Buch das „Lernfeld Familie und Kindergarten“ und sie geht auf Konflikte zwischen Beruf und Familie ein. Sie erzählt, wie ein Familienzentrum entsteht und schließt mit „Themen, die uns bewegen“ ab. Verändertes Rollenverständnis, Kommunikation in der Familie, Kinderziehung: all das sind Themen, die Irmtraut Huneke in den Fokus rückt. „Kinder sind unsere Zukunft", lacht sie. „Wir sollten sorgfältig damit umgehen".

Familien Zentren - Wo sich kleine und große Persönlichkeiten begegnen

Nur acht Monate zwischen Idee und Verwirklichung – 14 Ko-Autoren eingebunden - 3 000er-Auflage
Lüdenscheid 17.12.2007 

wo_sich_kleine_und_grosse_persönlichkeiten_begegnenLüdenscheid. (bü) "Familien - Zentren, wo sich kleine und große Persönlichkeiten begegnen "lautet der Titel eines Buches der Pädagogin Irmtraut Huneke, das jetzt, kurz vor Weihnachten, in einer Auflage von 3000 Exemplaren von der "Christliche Initiative Brennpunkt Erziehung" in den Buchhandel gebracht wurde.

Als Mitautoren wirkten unter anderem Bürgermeister Dieter Dzewas, Sozialdezernent Dr. Wolfgang Schröder, Superintendent Klaus Majoress und Dechant Johannes Broxtermann mit.

Geboren wurde die Idee zu diesem Buch passender Weise beim ersten "Neugeborenen Empfang" der Gruppe "Familie intern" in diesem Frühjahr. Nicht einmal acht Monate dauerte es von der Idee bis zur Veröffentlichung. Die meiste Arbeit, informierte Irmtraut Huneke jetzt bei der Vorstellung des Buches im Bürgerforum des Rathauses, habe die Suche nach und die Absprache mit den Koautoren bereitet.

Schließlich sollte die Veröffentlichung, die so brandaktuell wie "Komunikatiom in der Familie", "Kindererziehung" und "verändertes Rollenverständnis" thematisiert, auf breiten Füßen stehen.

So haben in dem 250 Seiten starken und 9,95 Euro kostenden Buch insgesamt 14 bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten der Bergstadt von Stadt und Schule bis zu Kirche und Verein zum Thema Stellung bezogen.

Kindergarten als Fundament
Im zweiten Teil des Buches schreibt die Autorin ihre eigenen Erfahrungen nieder. "Das größte Geschenk für jedes Kind ist eine gute Mutter - Vater-Beziehung", meint Irmtraut Huneke, selbst verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und Großmutter von vier Enkelkindern. 

Der aktuellen Diskussion über die Betreuung der unter Dreijährigen hält die ehemalige Leiterin einer Kindertageseinrichtung die Forderung entgegen, zuerst die Kindergartenplätze qualitativ aufzuwerten. "Der Kindergarten als Familienzentrum ist eine gute Möglichkeit, ein ganzes Netzwerk darauf aufzubauen."