30 Jahre Frühstückstreffen

Lüdenscheid 09.2017 - Bettina Görlitzer

30 Jahre Frühstückstreffen Ihre Kinder sind längst erwachsen, aber einmal im Jahr treffen sich die ehemaligen Teilnehmer des Mütterkreises nach wie vor mit Irmtraut Huneke (rechts). ■ Foto: Görlitzer

Ehemalige Mütterkreis-Mitglieder erinnern sich mit Irmtraut Huneke an die Anfänge im Kulturhaus. Sie trafen sich bei Irmtraut Huneke, der früheren Leiterin des Eva von Thiele-Winkler Kindergartens (heute Kindergarten Friesenstraße). Sie sind ehemalige Teilnehmer des Mütterkreises und treffen sich auch nach Jahrzehnten noch einmal im Jahr, um sich an diese Zeit zu erinnern, aber auch, um heute noch füreinander da zu sein.

Wie früher an jeden Mittwoch Vormittag im Kindergarten sprechen sie dann darüber, wie es ihnen gerade geht, was aus den Kindern geworden ist, welche Sorgen sie haben und was ihnen Freude macht. Diesmal weckte Irmtraut Huneke die Erinnerung an die Anfänge der Frauenfrühstückstreffen in Lüdenscheid, die seinerzeit mehrere hundert Frauen in das Kulturhaus lockten. Lüdenscheid sei damals die neunte Stadt in Deutschland gewesen, in der diese Treffen als christlich-missionarische Vortrags- und Gesprächsarbeit angeboten wurden, erzählt Irmtraut Huneke. Inzwischen hätten sich die Frühstückstreffen „zur größten missionarischen Frauenbewegung in Europa" entwickelt.

Die Treffen dienten zum Austausch über Themen des Lebens und des Glaubens. Sie selbst sei erstmals 1986 bei einer Tagung in Darmstadt von einer Schweizerin angesprochen worden, ob sie nicht ein Frauenfrühstückstreffen in Lüdenscheid ins Leben rufen wolle, berichtet Huneke. Wie so viele Ideen habe sie auch diese in ihren Mütterkreis getragen - und fand dort viele Unterstützerinnen. Im April 1987 gab es das erste Treffen mit rund 300 Frauen. Nach jedem Treffen wurden Kurse zu Lebens- und Glaubenshilfe angeboten, die gut angenommen worden seien, erinnern sich die Frauen. Einige von ihnen haben durch ihre eigenen Berichte über das Leben mit dem Glauben andere inspiriert, sich weiter mit dem Thema zu befassen. Aber auch externe Referentinnen wurden eingeladen.

Nach zehn Jahren hatte die Idee Früchte getragen: Fast alle Kirchengemeinden hatten eigene Frühstückstreffen gegründet. Die großen Treffen im Kulturhaus konnten aufgegeben werden. Schon jetzt lädt Irmtraut Huneke zum nächsten Ehemaligen-Treffen des Mütterkreises für Mittwoch, 1. August 2018, ein.

 

Eine Powerfrau wird 75- Irmtraut Huneke

Lüdenscheid 14.6.2016 - Monika-Marie Finke (Rossa)

Bibelkreis„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich so ein abenteuerliches und erfülltes Leben habe würde, auch als Witwe“, zieht eine Frau, deren Lebenslust aus ihren Augen sprüht, Resümee. „Ohne Jesus wäre es für mich nicht so spannend gewesen, denn der begleitet mich auf all meinen Wegen.“

Und diese Wege haben sie 75 Jahre lang durch gute und schwere Zeiten geführt. „Nach allem Schlechten kommt immer etwas Gutes“, das weiß die energievolle Frau aus eigenem Erleben. „Ich bin wirklich unglaublich dankbar und zufrieden.“ Irmtraut Huneke steht mitten im Leben. „Es gibt immer wieder neue Herausforderungen“, weißt die Freude ausstrahlende Frau zu berichten. „Seit über einem Jahr bin ich aktiv in der Flüchtlingshilfe und betreue zurzeit eine Gruppe von sechs Frauen aus Eritrea. Wir reden, beten, lachen, singen und wir weinen gemeinsam.“ Da sie selbst Flüchtling aus Ostpreußen ist, kann sie sich gut in deren Gefühlslage hineinversetzen. Über Irmtraut Huneke gibt es viel zu berichten. Viele Jahre war sie Leiterin eines evangelischen Kindergarten; sie übte über einen langen Zeitraum das Amt einer Schöffin aus; ist seit über 40 Jahren Mitglied der CDU und ist Autorin mehrerer Bücher.

An internationalen Pädagogenkonferenzen brachte sie ihre Erfahrungen in Berichten und Worshops ein. Irmtraut Huneke ist Gründungsmitglied von Bibel TV; sitzt nicht nur im Vorstand von Hour of Power, sondern auch beim Gesprächsforum Leben und Glauben. „Ich leite verschiedene Gruppen“, erzählt sie noch. „Ach, da gibt es noch so viel.“ In Veranstaltungen setzt sie geistliche Impulse, war und ist bereit mutig neue Wege zu gehen. „ Ich lebe einfach gerne. Bin glücklich mit meinen zwei Töchtern, den vier Enkeln und dem Urenkel. Wir unterstützen uns in der Familie, das alles ist ein Geschenk. Mein Leben war und ist gut. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Eine warme Welle der Erinnerung- 33 Jahre Mütter- und Freundeskreis des Kindergartens an der Friesenstraße

Eine warme Welle der Erinnerung- 33 Jahre  Mütter- und Freundeskreis des  Kindergartens an der Friesenstraße

Immer wieder schellte am späten Nachmittag die Klingel an der Tür von Irmtraut Huneke. Und so füllte sich deren Haus schnell mit Frauen, die der spontanen Einladung zum dritten Ehemaligentreffen des Mütter- und Freundeskreises des Kindergartens an der Friesenstraße gefolgt waren. Manche der Frauen kamen direkt vom Job, manche aus dem Urlaub und andere wiederum sind bereits im Ruhestand, wie die ehemalige Leiterin des christlichen Kindergartens auch. „Vor 15 Jahren wurde ich dort mehrfach verabschiedet“, erinnerte sich Irmtraut Huneke. „Und so freue ich mich, euch hier alle wieder zu sehen.“ Eine fühlbare Vertrautheit herrschte bei diesem Treffen, zu dem viele der Gründungsmitglieder des Mütterkreises anwesend waren. „Mehr als 200 Frauen haben diesen in den 33 Jahren seines Bestehens durchlaufen. Wir waren von Anfang an offen für alle Glaubensrichtungen“, so die Gründungsmitglieder. „Integration war für uns in den 80-ziger Jahren schon selbstverständlich. Von Beginn an gab es persönliche Gespräche. Da wurde nicht nur gelacht, sondern auch einmal geweint.“ Und ganz wichtig wäre das Gebet. „Wir haben für alles Mögliche gebetet“, die Frauen lachen bei der Erinnerung. „Sei es für eine gute Geburt einer Muslime, sei es für eine neue Wohnung oder gutes Wetter fürs Sommerfest.“ Alltagsnah, so könnte man den Mütterkreis auf den Punkt bringen, in dem viele der Frauen erstmals offen über den Glauben reden konnten.“Am Anfang war da schon eine Scheu; das Vertrauen musste  wachsen“, so Irmtraut Huneke.“Wir hatten uns damals sehr bewusst für einen christlichen Kindergarten entschieden und kamen so auch zum Mütterkreis “, erinnerten sich Petra und Marion. „Eine fröhliche Runde waren wir damals schon.“  „Irmtraut hat eine sehr wichtige Rolle gespielt“, erzählt Elke Reinhard. „Durch sie wurde ich auf den Mütter- und Freundeskreis aufmerksam und zack sind 33 Jahre um.“ Hella Goldbach gehört wie auch Inge Kalwellis zu den Gründungsmitgliedern. „Ich fühle mich bis heute mit dem Kindergarten verbunden. Da ist eine warme Welle der Erinnerung“, sagte sie. „Irmtraut Huneke hat uns all die Jahre zusammen gehalten. Der Mütterkreis war ein offener Austausch, wir lasen gemeinsam Bücher, kamen so zum Glauben. Da entstanden Freundschaften fürs Leben.“

Gesammelte Werke Gottes

Bibelkreis der evangelischen Christuskirchengemeinde feiert Zehnjähriges 
Lüdenscheid 14.7.2015 - Monika-Marie Finke

BibelkreisEs klingt gut, wenn sie seit mittlerweile zehn Jahren zum Beginn eines jeden Treffens ihre Lieder singen. „Wir sind die gesammelten Werke Gottes - ohne ihn säßen wir nicht hier", lacht Irmtraut Huneke, die den Bibelkreis der evangelischen Christuskirchengemeinde im Jahre 2005 gemein-sam mit ihrem inzwischen ver-storbenen Mann Martin gegründet hat.

Und so heißt es in einem der Lieder auch: „Gott ist gegenwärtig." Um ihn geht es in dem seit einem Jahrzehnt regelmäßig an jedem zweiten und vierten Donnerstag des Monats stattfindenden Treffen. „Wir sind ein Kreis, der durchmacht, das Jahr durch", sagen die Mitglieder der Gruppe. Und sie kommen gern, fühlen sie sich doch sehr wohl in der Gruppe, die aus Menschen unterschiedlicher Konfessionen besteht. Hoffnung, Glaube, Liebe, Akzeptanz und vor allem Heilung durch das Gebet sind die Themen, um die sich die Gespräche ranken. „Auf der einen Seite geschehen Wunder, auf der anderen Seite steht das Sterben", bringt es Elke auf den Punkt. „Jeden Menschen berührt Gott anders, das ist sehr individuell." Und Wilfried sagt: „Man darf nie aufgeben. Das gemeinsame Beten hilft uns allen. Man muss einfach dran bleiben."

Wie gut der Bibelkreis angenommen wird und wie wichtig er ist, zeigt allein die Tatsache, dass im Gemeindehaus der Christuskirche beim jüngsten Treffen auf das zehnjährige Jubiläum angestoßen werden konnte. „So einen Kreis habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", sagt Hans-Gerd noch. „Dem Herrn sei Dank, dass ich hier gelandet bin.

 

Rückblick auf gute 30 Jahre

Irmtraut Huneke ruft Mütterkreis wieder ins Leben / Erinnerung an erstes Buch

Lüdenscheid 27.5.2015 - Christinas Grigoire

Viele ehemalige Mitglieder des Mütterkreises trafen sich am Donnerstag  bei Initiatorin Irmtraut Huneke. Ab jetzt soll das Treffen wieder jährlich sattfinden.

Vor 30 Jahren veröffentlichte Irmtraut Huneke ihr erstes Buch „In unserem Kindergarten hat Gott bei mir angefangen“.
In dem Buch ließ die Leiterin des Kindergartens an der Friesenstraße die Leser teilhaben an ihrem Leben: Sie erzählte ihre Familiengeschichte, aber ebenso Erlebnisse aus dem Kindergarten. „Die Geschichte in meinen Büchern ist gelebtes Leben“, fasst Irmtraut Huneke zusammen. Die 10.000 Erstdrucke waren schnell vergriffen, das Buch wurde später in Hunekes Buch „Familienzentren“ integriert.

Bereits zwei Jahre im Vorfeld hatte Irmtraut Huneke in ihrem Kindergarten einen Mütterkreis ins Leben gerufen - einen konfessionsübergreifenden Gebetskreis, der sich einmal wöchentlich traf. „Dieser Mütterkreis war die Basis, für alles, was danach entstanden ist: Frauenfrühstückstreffen, Ehekreise, Hausbibelkreise, Väterkreise, Elterntreffs – auch die Festzeitschriften und das Buch In unserem Kindergarten hat Gott bei mir angefangen“, berichtete Huneke. Denn einige Glaubensschwestern hatten sie beim Schreiben des ersten Buches unterstützt. „Auch die Gruppe Familie intern, die zweimal jährlich die Neugeborenempfänge der Stadt organisiert, wurde von Frauen des Mütterkreises unterstützt.

30 Jahre Rückblick als Autorin, 32 Jahre nach Gründung des Mütterkreises - für Irmtraut Huneke, ein Grund, ihre Glaubensschwestern einzuladen. Zahlreiche Ehemalige des Mütterkreises hatten sich am Donnerstagabend eingefunden, um die vergangene Zeit in Erinnerung zu rufen. „Viele sind durch den Mütterkreis zum Glauben gekommen“, erinnerte Irmtraut Huneke. Der Mütterkreis war geprägt von großer persönlicher Offenheit, geselligem Austausch, gelegentlich referierten Fachleute zu aktuellen Themen. Auch Integration war ein großes Thema. Später kamen auch Frauen dazu, die keine Kindergarten-Mütter waren, manchen bleiben viele Jahre, andere eine begrenzte Zeit. Bei einigen entstand eine Lebensfreundschaft, die Höhen und Tiefen bestanden hat. „Wir haben zusammen gelacht und geweint, Schicksalsschläge zusammen getragen“, erinnerten sich die Mitglieder. „ Der Mütterkreis war eine Seelsorgeauffangstation“, fasste es ein langjähriges Mitglied zusammen. „Wir hatten ein Puppentheater gegründet, haben mit selbstgebastelten Puppen und selbst hergestellter Kulisse in anderen Kindergärten biblische Geschichten vorgespielt“. „Inhaltlich war der Kindergarten Friesenstraße schon in den 80er Jahren ein Familienzentrum, schon lange, bevor das auf der politischen Agenda stand“, erinnerte Huneke. Nun soll das Ehemaligentreffen jährlich stattfinden. Die nächste Zusammenkunft ist für den 30. Juni 2016 anberaumt.