Eine warme Welle der Erinnerung- 33 Jahre Mütter- und Freundeskreis des Kindergartens an der Friesenstraße

Eine warme Welle der Erinnerung- 33 Jahre  Mütter- und Freundeskreis des  Kindergartens an der Friesenstraße

Immer wieder schellte am späten Nachmittag die Klingel an der Tür von Irmtraut Huneke. Und so füllte sich deren Haus schnell mit Frauen, die der spontanen Einladung zum dritten Ehemaligentreffen des Mütter- und Freundeskreises des Kindergartens an der Friesenstraße gefolgt waren. Manche der Frauen kamen direkt vom Job, manche aus dem Urlaub und andere wiederum sind bereits im Ruhestand, wie die ehemalige Leiterin des christlichen Kindergartens auch. „Vor 15 Jahren wurde ich dort mehrfach verabschiedet“, erinnerte sich Irmtraut Huneke. „Und so freue ich mich, euch hier alle wieder zu sehen.“ Eine fühlbare Vertrautheit herrschte bei diesem Treffen, zu dem viele der Gründungsmitglieder des Mütterkreises anwesend waren. „Mehr als 200 Frauen haben diesen in den 33 Jahren seines Bestehens durchlaufen. Wir waren von Anfang an offen für alle Glaubensrichtungen“, so die Gründungsmitglieder. „Integration war für uns in den 80-ziger Jahren schon selbstverständlich. Von Beginn an gab es persönliche Gespräche. Da wurde nicht nur gelacht, sondern auch einmal geweint.“ Und ganz wichtig wäre das Gebet. „Wir haben für alles Mögliche gebetet“, die Frauen lachen bei der Erinnerung. „Sei es für eine gute Geburt einer Muslime, sei es für eine neue Wohnung oder gutes Wetter fürs Sommerfest.“ Alltagsnah, so könnte man den Mütterkreis auf den Punkt bringen, in dem viele der Frauen erstmals offen über den Glauben reden konnten.“Am Anfang war da schon eine Scheu; das Vertrauen musste  wachsen“, so Irmtraut Huneke.“Wir hatten uns damals sehr bewusst für einen christlichen Kindergarten entschieden und kamen so auch zum Mütterkreis “, erinnerten sich Petra und Marion. „Eine fröhliche Runde waren wir damals schon.“  „Irmtraut hat eine sehr wichtige Rolle gespielt“, erzählt Elke Reinhard. „Durch sie wurde ich auf den Mütter- und Freundeskreis aufmerksam und zack sind 33 Jahre um.“ Hella Goldbach gehört wie auch Inge Kalwellis zu den Gründungsmitgliedern. „Ich fühle mich bis heute mit dem Kindergarten verbunden. Da ist eine warme Welle der Erinnerung“, sagte sie. „Irmtraut Huneke hat uns all die Jahre zusammen gehalten. Der Mütterkreis war ein offener Austausch, wir lasen gemeinsam Bücher, kamen so zum Glauben. Da entstanden Freundschaften fürs Leben.“

Gesammelte Werke Gottes

Bibelkreis der evangelischen Christuskirchengemeinde feiert Zehnjähriges 
Lüdenscheid 14.7.2015 - Monika-Marie Finke

BibelkreisEs klingt gut, wenn sie seit mittlerweile zehn Jahren zum Beginn eines jeden Treffens ihre Lieder singen. „Wir sind die gesammelten Werke Gottes - ohne ihn säßen wir nicht hier", lacht Irmtraut Huneke, die den Bibelkreis der evangelischen Christuskirchengemeinde im Jahre 2005 gemein-sam mit ihrem inzwischen ver-storbenen Mann Martin gegründet hat.

Und so heißt es in einem der Lieder auch: „Gott ist gegenwärtig." Um ihn geht es in dem seit einem Jahrzehnt regelmäßig an jedem zweiten und vierten Donnerstag des Monats stattfindenden Treffen. „Wir sind ein Kreis, der durchmacht, das Jahr durch", sagen die Mitglieder der Gruppe. Und sie kommen gern, fühlen sie sich doch sehr wohl in der Gruppe, die aus Menschen unterschiedlicher Konfessionen besteht. Hoffnung, Glaube, Liebe, Akzeptanz und vor allem Heilung durch das Gebet sind die Themen, um die sich die Gespräche ranken. „Auf der einen Seite geschehen Wunder, auf der anderen Seite steht das Sterben", bringt es Elke auf den Punkt. „Jeden Menschen berührt Gott anders, das ist sehr individuell." Und Wilfried sagt: „Man darf nie aufgeben. Das gemeinsame Beten hilft uns allen. Man muss einfach dran bleiben."

Wie gut der Bibelkreis angenommen wird und wie wichtig er ist, zeigt allein die Tatsache, dass im Gemeindehaus der Christuskirche beim jüngsten Treffen auf das zehnjährige Jubiläum angestoßen werden konnte. „So einen Kreis habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", sagt Hans-Gerd noch. „Dem Herrn sei Dank, dass ich hier gelandet bin.

 

Rückblick auf gute 30 Jahre

Irmtraut Huneke ruft Mütterkreis wieder ins Leben / Erinnerung an erstes Buch

Lüdenscheid 27.5.2015 - Christinas Grigoire

Viele ehemalige Mitglieder des Mütterkreises trafen sich am Donnerstag  bei Initiatorin Irmtraut Huneke. Ab jetzt soll das Treffen wieder jährlich sattfinden.

Vor 30 Jahren veröffentlichte Irmtraut Huneke ihr erstes Buch „In unserem Kindergarten hat Gott bei mir angefangen“.
In dem Buch ließ die Leiterin des Kindergartens an der Friesenstraße die Leser teilhaben an ihrem Leben: Sie erzählte ihre Familiengeschichte, aber ebenso Erlebnisse aus dem Kindergarten. „Die Geschichte in meinen Büchern ist gelebtes Leben“, fasst Irmtraut Huneke zusammen. Die 10.000 Erstdrucke waren schnell vergriffen, das Buch wurde später in Hunekes Buch „Familienzentren“ integriert.

Bereits zwei Jahre im Vorfeld hatte Irmtraut Huneke in ihrem Kindergarten einen Mütterkreis ins Leben gerufen - einen konfessionsübergreifenden Gebetskreis, der sich einmal wöchentlich traf. „Dieser Mütterkreis war die Basis, für alles, was danach entstanden ist: Frauenfrühstückstreffen, Ehekreise, Hausbibelkreise, Väterkreise, Elterntreffs – auch die Festzeitschriften und das Buch In unserem Kindergarten hat Gott bei mir angefangen“, berichtete Huneke. Denn einige Glaubensschwestern hatten sie beim Schreiben des ersten Buches unterstützt. „Auch die Gruppe Familie intern, die zweimal jährlich die Neugeborenempfänge der Stadt organisiert, wurde von Frauen des Mütterkreises unterstützt.

30 Jahre Rückblick als Autorin, 32 Jahre nach Gründung des Mütterkreises - für Irmtraut Huneke, ein Grund, ihre Glaubensschwestern einzuladen. Zahlreiche Ehemalige des Mütterkreises hatten sich am Donnerstagabend eingefunden, um die vergangene Zeit in Erinnerung zu rufen. „Viele sind durch den Mütterkreis zum Glauben gekommen“, erinnerte Irmtraut Huneke. Der Mütterkreis war geprägt von großer persönlicher Offenheit, geselligem Austausch, gelegentlich referierten Fachleute zu aktuellen Themen. Auch Integration war ein großes Thema. Später kamen auch Frauen dazu, die keine Kindergarten-Mütter waren, manchen bleiben viele Jahre, andere eine begrenzte Zeit. Bei einigen entstand eine Lebensfreundschaft, die Höhen und Tiefen bestanden hat. „Wir haben zusammen gelacht und geweint, Schicksalsschläge zusammen getragen“, erinnerten sich die Mitglieder. „ Der Mütterkreis war eine Seelsorgeauffangstation“, fasste es ein langjähriges Mitglied zusammen. „Wir hatten ein Puppentheater gegründet, haben mit selbstgebastelten Puppen und selbst hergestellter Kulisse in anderen Kindergärten biblische Geschichten vorgespielt“. „Inhaltlich war der Kindergarten Friesenstraße schon in den 80er Jahren ein Familienzentrum, schon lange, bevor das auf der politischen Agenda stand“, erinnerte Huneke. Nun soll das Ehemaligentreffen jährlich stattfinden. Die nächste Zusammenkunft ist für den 30. Juni 2016 anberaumt. 

 

Gesprachsforum Leben + Glauben: Dr. Dietrich Schindler als Referent

Seit 1986 finden im Rahmen des Gesprächsforums Leben + Glauben mehrmals im Jahr vielbeachtete Vorträge über interessante Themen mit namhaften Referenten/innen im Kulturhaus statt.
Lüdenscheid 28.5.2015 - Ingrid Weiland

Dr. Dietrich Schindl

In diesem Jahr hat das Gesprächsforum Leben + Glauben außerdem zusammen mit der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der Freien evangelischen Gemeinde, sowie die evangelischen Kirchengemeinden Oberrahmede und Brügge-Lösenbach zu zwei Workshop-Abenden in die Friedenskirche an der Berliner Straße 14 eingeladen. Das Gesamtthema lautete: „Wie rede ich verständlich über meinen Glauben?“ Referent war der Dozent, Konferenzredner und Autor Dr. Dietrich Schindler, der von 2007 – 2013 die Inland – Mission im Bund Freier evangelischer Gemeinden geleitet hat und durch seine Gemeindegründungen bekannt geworden ist.

Am Dienstag, den 19. Mai lautete das Thema: „Jesus ins Gespräch bringen, woll?“ und am Mittwoch, den 20. Mai: „Mit Jesus in Verbindung bringen, aber wie?“

Die Friedenskirche, in der Gemeindepastor Andreas Stawinsky die Teilnehmer willkommen hieß, war an beiden Abenden vollbesetzt. Der Referent stellte sich im Gespräch mit Irmtraut Huneke zunächst allen vor, bevor er zum Thema überging. Gestützt auf eigene Erfahrungen und mit Hilfe seines Buches: “Das Jesus-Modell“ regte er seine Hörerinnen und Hörer dazu an, ein offenes Ohr für die Menschen in ihrem Umfeld zu haben, für sie da zu sein und mit ihnen – etwa im Zusammenhang mit überwundenen Krisen – über den christlichen Glauben zu sprechen. Fragen zur persönlichen Reife und zur Förderung des geistlichen Wachstums, mit denen man sich anhand von schriftlichem Material in Kleingruppen beschäftigte, trugen dazu bei, den Ablauf der Abende abwechslungsreich zu gestalten.

 

Irmtraut Huneke und Richard Aidoo: Ticket zum Himmel

Ein Buch über Vergebung
Lüdenscheid 5.4.2013 - Ingrid Weiland

engagierte_christin

Eigentlich sollte Irmtraut Huneke nur ein Vorwort zu Pastor Richard Aidoos Schrift „Erfülltes Leben durch Vergebung“ schreiben. Schließlich ist daraus eine ganze Buchhälfte entstanden: Die „zwei Bücher in einem“ sind unter dem Titel „Ticket zum Himmel – Leben mit Vergebung, Liebe und Freude“ von der New Life Church Düsseldorf herausgebracht worden.

Den Anstoß zu dem Gemeinschaftswerk gab ein Wort, das einst Jesus Christus an Petrus richtete: „Stecke dein Schwert weg! Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt umkommen.“ Es bildet die Grundlage für ein Bibelgespräch, das Irmtraut Huneke und ihr Ehemann Martin kurz vor dessen Tod am 4. Dezember 2009 mit Richard Aidoo führten. Seitdem war der aus Ghana stammende Pastor von dem Wunsch beseelt, ein Buch zu schreiben, das Gott dazu benutzen möge, „Unversöhnlichkeit und Bitterkeit aus unseren Herzen zu vertreiben, damit wir frei für Vergebung, Liebe und Freude leben können.“

Aidoo gehört seit 2012 als erster Afrikaner dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz an und ist bundesweit ein gefragter Redner. Seinem Buchteil hat Richard Aidoo das Jesus-Wort „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ vorangestellt. Danach beschreibt er detailliert, wie man es seiner Meinung nach schaffen kann, „frei von Bitterkeit und Unversöhnlichkeit zu leben“. Es geht ihm um den Umgang mit Verletzungen, mit dem Richtgeist, der „den Splitter aus dem Auge des anderen ziehen will, aber den Balken im eigenen Auge nicht sieht“, um die Schuldvergebung und vor allem um die Liebe und Barmherzigkeit Gottes.

Anhand von Beispielen aus der Bibel zeigt er auf, wie Jesus Christus vergibt und heilt. Einige seiner Kernaussagen lauten: „Vergebung zu empfangen, macht frei. Anderen zu vergeben, macht auch frei“ und „Gott hasst die Sünde, denn er liebt die Sünder“. Seinen eigenen Ausführungen hat Aidoo einen Erfahrungsbericht einer zutiefst verletzten und missbrauchten Südafrikanerin beigefügt, der es nach einem langwierigen Heilungsprozess gelang, ihren Peinigern zu verzeihen.

Irmtraut Huneke hat ihrem Buchteil die gemeinsamen Jahre mit ihrem Ehemann Martin, seine Leidensgeschichte und Erfahrungen aus der Zeit nach seinem Tod nachgezeichnet. Sie hat Vieles niedergeschrieben, was für andere Menschen in ähnlichen Situationen hilfreich sein könnte. Ergänzt wurde dieser autobiographische Teil durch Berichte aus der Lokalpresse und die „Worte zum Sonntag“, die Irmtraut Huneke zweimal im Jahr für die Lüdenscheider Nachrichten geschrieben hat. „Solange ich lebe“, so erklärt sie, „ist es mein größter Wunsch, bewusst in Gottes Gegenwart zu leben, seine Liebe und Vergebung zu erfahren und an möglichst viele weitertzugeben“.