Wir dürfen uns auf den Himmel freuen

Das Wort zum Sonntag - 05.09.2020

Irmtraut Huneke Wort zum Sonntag - Er schenkte mir ein Laecheln

Vor Corona sprach mich beim Einkaufen eine 28-jährige Muslimin mit Kopftuch an: „Sind Sie die Leiterin des Kindergartens, in dem ich als Kind war?" So kamen wir in ein intensives Gespräch. Sie erzählte, dass sie zwei Brüder habe und ihre Mutter auch am wöchentlichen Mütter kreis teilnahm. Sie habe ein abgeschlossenes Studium, sei berufstätig und noch nicht verheiratet. Ihre Karriere sei ihr zunächst wichtiger. Außerdem sei sie aktiv in einer muslimischen Gemeinde.

So tauschten wir uns über unseren Glauben aus. Sie meinte, wir hätten ja gemeinsame Ziele, wie z.B. gegenseitiger Respekt und auch den gleichen Gott. Ich antwortete: „Sich gegenseitig zu respektieren ist nötig, aber Allah hat keinen Sohn, der Jesus heißt. Das ist der gravierende Unterschied." Sie staunte: Das wusste ich nicht." Auf meine Frage, was sie glaube, wenn wir sterben, sagte sie: "Wenn wir genug gute Taten getan haben, kommen wir in den Himmel.“ Ich antwortete: Weil der Gott von uns Christen wusste, dass wir nicht fähig sind, nur gute Taten zu tun, sandte er aus Liebe zu uns seinen Sohn Jesus.
Deshalb dürfen wir zu Gott Vater sagen. Weil Jesus für unsere Schuld starb, erfahren wir Vergebung, wenn wir ihn darum bitten. Durch seine Liebe und Vergebung können wir auch liebes- und vergebungsfähig werden. Wenn wir uns IHM anvertrauen, dürfen wir uns auch auf den Himmel freuen." Wir hätten noch lange miteinander reden können. So gab ich ihr mein Kärtchen und zum Abschied umarmten wir uns.